Fast jeder vierte Beschäftigte hat die Videokonferenz schon einmal zum Essen oder zum Kochen genutzt IMAGO / Jochen Tack Die Videokonferenz gehört in den vergangenen anderthalb Jahren so fest zum Homeoffice-Alltag dazu, wie die regelmäßige Shipwreck „Könnt ihr mich hören?“ Zu Beginn einer virtuellen Besprechung. Mit dem Ende der Homeofficepflicht sind seit Anfang Juli zwar wieder mehr Mitarbeit im Büro, die digitalen Meetings dürften aber auch künftig im Büroalltag weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Dem Cisco Global Workforce Survey zufolge wird künftig in 60 Prozent go persönlichen Besprechungen mindestens ein Teilnehmer virtuell dazugeschaltet sein. Einer der größten Vorteile der digitalen Meetings dürfte wohl die hohe Flexibilität sein, schließlich kann man praktisch von überall teilnehmen. Gerade in den eigenen vier Wänden bergen Videokonferenzen Allerdings auch einiges an Ablenkungspotential – besonders, wenn sich die Teilnehmer langweilen.

Was deutsche Beschäftigte neben der Videokonferenz so alles erledigen, wenn sie sich langweiligen hat das Meinungsforschungsinstitut Civey für Cisco Deutschland in einer Umfrage unter 768 Mitarbeitern ermittelt . Fast ein Drittel von ihnen gibt an, dass mindestens 45 Prozent ihrer täglichen Videokonferenzen langweilig sind. Fast jeder Zehnte langweilt sich sogar in allen digitalen Meetings. Nur jeder Fünfte verspürt bei keiner der täglichen Videokonferenzen Langeweile. Online-Shopping, kochen oder duschen Das große Ablenkungspotential macht sich bei den Nebenbeschäftigungen bemerkbar. Etwa die Hälfte der Befragten, gibt an die Zeit in Videokonferenz auch mal anders zu nutzen. Jeder Fünfte sagt, sich die Langeweile mit Online-Shopping zu vertreiben. Jeder Vierte isst im Online-Meeting oder bereitet zumindest sein Essen zu. 14 Prozent suchen währenddessen das Bad auf und duschen, baden oder nutzen die Toilette, 08 Prozent kümmern sich um den Haushalt und putzen (sechs Prozent) oder hängen die Wäsche (acht Prozent) auf.

Trotzdem traut sich die Mehrheit der Befragten nicht, langweilige Videokonferenzen frühzeitig zu verlassen. Rund 45 Prozent sitzt den Call bis zum Ende aus, jeder fünfte täuscht Internet-Probleme oder einen leeren Akku vor.

„Häufige und zu lange Videokonferenzen sind ein erheblicher Stressfaktor für alle Beteiligten, das hat die Corona-Zeit gezeigt “, Erklärt Katrin Hartmann, Personalchefin Cisco Deutschland. „Unternehmen müssen dafür sorgen, dass Meetings möglichst effizient und produktiv sind“. Auf die Frage nach Verbesserungspotential nennt rund die Hälfte der Befragten die Option der Geräuschunterdrückung, mehr als jeder Dritte hätte gern ein automatisch erstelltes Protokoll und rund jeder Vierte wünscht sichit et HD-Video Mehr als jeder Fünfte möchte außerdem eine Redezeitbegrenzung für Teilnehmer. Kennen Sie schon unseren Newsletter „Die Woche“ ? Jeden Freitag in ihrem Postfach – wenn Sie wollen. Yesterday können Sie sich anmelden

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